Hochseeangeln – Jagd auf die großen Fische
Wer denkt, angeln sei doch nur der simple Vorgang des Fische fangens, der irrt gewaltig. Denn Angeln ist mittlerweile zu einer eigenen Wissenschaft geworden, zu der es zig Unterkategorien und verschiedene Arten und Methoden des Angelns gibt. Für welche Art von Angeln und vor allem für welche Methode des Angelns man sich entscheidet, hängt natürlich zum einen von den eigenen Neigungen und Fähigkeiten, zum anderen aber auch vom Ort, an dem man sich auf den Fischfang begibt und der Größe der Fische, die man fangen möchte ab. Eine besondere Art des Angelns, die gewiss nichts für Anfänger ist, ist die Jagd auf große, also 50 oder sogar 100kg schwere Fische, das so genannte „Big Game Fisching“. Bei dieser Art des Angelns haben die Angler es auf die größten und schwersten Meeresfische, also zum Beispiel Marline, Haie oder Schwertfische abgesehen.
Die bevorzugte Methode beim Angeln von großen Fischarten ist die des Schleppangelns. Dabei wird der Köder ins Wasser geworfen und hinter einem fahrenden Motorboot hergezogen. Der sich bewegende Köter wirkt auf Raubfische noch stärker und für den Angler macht die Geschwindigkeit des Bootes eine zusätzliche Herausforderung, aber auch eine Erhöhung des Spaßfaktors aus.
Wichtig bei dieser Form des Angelns ist ein ortskundiger Skipper sowie genügend Helfer an Bord. Denn nichts ist schlimmer als einen riesigen Fisch an der Angel zu haben, seinem Gewicht aber einfach nicht gewachsen zu sein und ihn deshalb loslassen zu müssen.
So sehr die Fans des Big Game Fishing auf ihr Hobby schwören, so umstritten ist diese Art des Fischfangs, besonders bei Tierschützern. Dass ein Zusammenhang zwischen sinkenden Beständen einiger Fischarten und dem Big Game Fishing besteht, ist zwar nicht erwiesen, kann aber auch nicht sicher ausgeschlossen werden. Fakt ist, dass die großen Tiere in erster Linie als Trophäen gefangen werden und längst nicht immer vollständig verwertet werden.
Einige Angler schwören aus diesem Grund auf das so genannte „catch and release“, bei dem die gefangenen Fische gleich wieder freigelassen werden. Auch dieser Usus ist aber umstritten, da der Fisch bei dieser Form des Big Game Fishing zwar überlebt, aber dennoch einer ziemlichen Tortur ausgesetzt wird.